5 Tipps, wie Sie Ihre Sommerterrasse mit LED-Beleuchtung in eine Wohlfühloase verwandeln
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Eine Sommerterrasse in eine Wohlfühloase zu verwandeln bedeutet, Wandleuchten für die grundlegende Orientierung, LED-Streifen für eine indirekte Lichtstimmung und Lichterketten als dekorative Beleuchtung miteinander zu kombinieren. Für LED-Außenbeleuchtung ist unter einem Dach mindestens die Schutzart IP44 erforderlich, während an Stellen, die direkt dem Regen ausgesetzt sind, mindestens IP65 empfohlen wird. Für eine angenehme und entspannte Atmosphäre sollten Sie stets warmweißes Licht mit einer Farbtemperatur zwischen 2200 und 3000 K wählen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen 5 konkrete Tipps, wie Sie verschiedene Arten von LED-Beleuchtung auswählen, miteinander kombinieren und sicher anschließen können.
1. Welche Arten von LED-Beleuchtung sollten kombinieren, um das beste Ergebnis zu erzielen?
Um sich auf der Terrasse ausschließlich auf eine zentrale Lichtquelle zu verlassen, ist ein Fehler. Das führt zu harten Schatten und lässt den Raum flach wirken. Um eine echte Wohlfühloase zu schaffen, sollten Sie die Beleuchtung in mehreren Ebenen gestalten. Jede Leuchtenart erfüllt auf der Terrasse eine andere Funktion.
Hier ist eine bewährte Kombination, die wir für die meisten Terrassen empfehlen:
- LED-Fassadenleuchten: Sie dienen als grundlegende Orientierungsbeleuchtung. Montiert werden sie an der Hausfassade, die an die Terrasse angrenzt. Wählen Sie Modelle, die nach oben und unten leuchten, sogenannte Up-&-Down-Leuchten. So vermeiden Sie unangenehme Blendung.
- LED-Streifen für den Außenbereich: Ideal für eine indirekte Hintergrundbeleuchtung. Sie können unter dem Handlauf eines Geländers, entlang der Überdachung einer Pergola oder unter der Kante von Stufen verborgen werden. Sie sorgen für weiches und gleichmäßiges Licht.
- Bodeneinbauleuchten: Sie werden direkt in den Holz- oder Pflasterboden der Terrasse eingebaut. Sie markieren die Terrassenränder und beleuchten Pergolapfosten von unten.
- LED-Lichterketten: Sie verleihen dem Außenbereich eine gemütliche Atmosphäre, fast wie in einem Café. Sie können zwischen Balken oder über dem Esstisch aufgehängt werden.
- LED-Gartenleuchten mit Erdspieß: Grenzt Ihre Terrasse an ein Beet oder an Ziergehölze, können Sie diese gezielt beleuchten. Dadurch wird die Terrasse optisch mit dem Garten verbunden.
2. Welche IP-Schutzart ist für die verschiedenen Bereiche der Terrasse erforderlich?
Bei der Auswahl jeder Außenleuchte sollten Sie unbedingt auf die IP-Schutzart achten. Dieser Wert gibt an, wie gut das Produkt gegen Staub und Wasser geschützt ist. Wenn Sie auf der Terrasse eine Innenleuchte mit IP20 verwenden, kann bereits der erste Morgentau Schäden verursachen.
Je nach Feuchtigkeitsbelastung lässt sich die Terrasse in mehrere Bereiche unterteilen. Für den Bereich direkt unter dem Dach einer Pergola oder in einer tiefen Fassadennische, in die kein Regen gelangt, sind Leuchten mit IP44 ausreichend. Sie sind gegen Luftfeuchtigkeit und gelegentlich eindringende Wassertropfen geschützt. Für Bereiche, die direkt dem Regen ausgesetzt sind, benötigen Sie mindestens IP65. Wenn Sie Bodeneinbauleuchten installieren, an denen sich nach Regen Wasser sammeln kann, sollten Sie vollständig wasserdichte Varianten wählen.
| Art und Platzierung der Leuchte | Empfohlene Mindestschutzart | Warum diese Schutzart wählen |
| Wandleuchten (unter einem breiten Dach) | IP44 | Widersteht morgendlicher Feuchtigkeit und leichtem Spritzwasser. |
| LED-Streifen (unter dem Handlauf des Geländers) | IP65 | Sie sind Wind, Staub und seitlichem Regen ausgesetzt. |
| Lichterketten (frei aufgehängt) | IP65 | Wasser läuft direkt an ihnen entlang, daher benötigen sie einen hohen Schutz. |
| Bodeneinbauleuchten | IP67 | Über sie kann häufig Wasser laufen, und sie müssen auch vorübergehendes Untertauchen aushalten. |
3. Welche Leistung und Farbtemperatur sollten Sie für entspannte Abende wählen?
Eine Terrasse ist kein Operationssaal. Zu helles und grelles Licht wirkt hier störend und beeinträchtigt die entspannte Abendstimmung. Wählen Sie die Leistung der Leuchten daher mit Bedacht. Bei Wandleuchten reicht in der Regel eine Leistung von 6 bis 12 W pro Leuchte aus. Für dekorative LED-Streifen empfehlen wir 4,8 W/m oder maximal 9,6 W/m.
Einen entscheidenden Einfluss auf die Stimmung hat die Farbtemperatur. Sie wird in Kelvin (K) angegeben. Kaltes Licht mit mehr als 5000 K wirkt aktivierend und zieht auf der Terrasse zudem besonders stark nachtaktive Insekten an. Für Ruhe- und Entspannungsbereiche sollten Sie stets eine warme gelbe Lichtfarbe im Bereich von 2700 K bis 3000 K wählen. Dieses Licht erinnert an Kerzenlicht und unterstützt den Körper dabei, in den Entspannungsmodus überzugehen. Gleichzeitig trägt es dazu bei, Beeinträchtigungen des Schlafes und des zirkadianen Rhythmus zu minimieren.
Achten Sie außerdem auf den Wert CRI (Farbwiedergabeindex). Für Orientierungsleuchten an der Fassade ist CRI 80 ausreichend. Wenn sich auf Ihrer Terrasse jedoch ein Esstisch oder ein Grillbereich befindet, lohnt sich die Investition in Leuchten mit CRI > 90. Dadurch wirken Speisen auf dem Teller appetitlicher und natürlicher.
4. Wann sollten Sie 230 V und wann die sichere Spannung 12/24 V wählen?
Bei der Planung der Terrassenbeleuchtung werden Sie auf zwei verschiedene Arten der Stromversorgung stoßen. Klassische Wandleuchten und größere Strahler werden direkt an die Netzspannung von 230 V angeschlossen. Das erfordert eine fachgerechte Installation durch eine Elektrofachkraft sowie die Einhaltung strenger Sicherheitsvorschriften für Außeninstallationen.
Für dekorative Elemente wie LED-Streifen, Lichterketten oder kleine Bodeneinbauleuchten werden dagegen sichere Spannungen von 12 V oder 24 V verwendet. Für deren Betrieb benötigen Sie ein Netzteil beziehungsweise einen Transformator. Der große Vorteil dieser Lösung liegt in der Sicherheit. Selbst bei einer versehentlichen Beschädigung des Kabels oder wenn Wasser in eine Verbindung eindringt, besteht kein Risiko eines Stromschlags.
Für längere Lichtlinien, zum Beispiel bei der Beleuchtung des Pergola-Umfangs mit einem LED-Streifen, sollten Sie immer ein 24-V-System wählen. So vermeiden Sie Spannungsabfälle, durch die das Ende eines langen LED-Streifens schwächer leuchten würde als sein Anfang.
5. Wie lassen sich die Leuchten intelligent steuern und dimmen?
Nur einen einzigen Schalter für die gesamte Terrassenbeleuchtung zu haben, ist unpraktisch. Jede Situation erfordert eine andere Lichtstimmung. Beim Grillen und Zubereiten von Speisen benötigen Sie volle Helligkeit, während für ein spätes Gespräch bei einem Glas Wein eine dezente, gedimmte Hintergrundbeleuchtung angenehmer ist.
Die Lösung besteht darin, die Leuchten auf mehrere Stromkreise aufzuteilen und Dimmer zu verwenden. LED-Streifen und Lichterketten mit 12/24 V lassen sich sehr einfach dimmen. Dazu wird lediglich eine Steuereinheit zwischen Netzteil und Leuchte eingebaut. Bei 230-V-Leuchten sollten Sie vor dem Kauf prüfen, ob das jeweilige Modell dimmbar ist.
Sie können einfache Fernbedienungen verwenden oder auf ein Smart-Home-System umsteigen. Steuereinheiten für Smart Homes lassen sich bequem mit einer App auf dem Smartphone verbinden. Damit können Sie beispielsweise einstellen, dass sich die gesamte Terrassenbeleuchtung bei Sonnenuntergang automatisch einschaltet, oder Sie können die Beleuchtung per Sprachsteuerung bedienen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich eine Lichterkette für den Außenbereich auch im Winter bei Frost verwenden?
Ja, hochwertige LED-Lichterketten und Außenleuchten mit der Schutzart IP65 oder höher sind für den ganzjährigen Betrieb ausgelegt. Frost schadet der Elektronik grundsätzlich nicht. Im Gegenteil: LED-Chips werden bei niedrigen Temperaturen besser gekühlt und arbeiten dadurch effizienter. Wichtig ist lediglich, die Isolierung der Kabel und Verbindungen zu kontrollieren.
Wie groß darf der Abstand zwischen Netzteil und 12/24-V-Leuchte sein?
Der Abstand kann vergrößert werden, allerdings müssen Sie ein Kabel mit ausreichendem Leiterquerschnitt verwenden, damit es nicht zu einem Spannungsabfall kommt. Für Entfernungen bis etwa 5 Meter reicht in der Regel ein Kupferkabel mit einem Querschnitt von 2×1,5 mm² aus. Bei größeren Entfernungen empfehlen wir, ein wasserdichtes Netzteil mit Schutzart IP67 möglichst nahe an der Leuchte zu platzieren.
Können in Aluminiumprofilen auch andere Beleuchtungsarten als LED-Streifen installiert werden?
Aluminiumprofile dienen in erster Linie zur Kühlung und zum mechanischen Schutz flexibler LED-Streifen. Einige breitere Profile bieten jedoch auch Platz für kleinere, feste LED-Module. Für klassische Wand- oder Bodeneinbauleuchten benötigen Sie keine Profile, da diese bereits ab Werk über eine integrierte Kühlung im Leuchtengehäuse verfügen.
Welche Beleuchtung eignet sich für einen Grillplatz im Außenbereich, damit das Grillgut gut sichtbar ist?
Für den Grillbereich empfehlen wir eine schwenkbare LED-Wandleuchte oder einen kleineren LED-Strahler mit einer Leistung von 10 bis 20 W. Wichtig ist eine neutralweiße Lichtfarbe von 4000 K sowie eine Leuchte mit hohem CRI-Wert von mindestens 80. So können Sie gut erkennen, wann das Fleisch optimal gegart ist.
